MetalDays 2018
Der Livebericht aus Slowenien

Konzertbericht

Billing: Judas Priest, Accept, Cannibal Corpse, Alien Weaponry, Kataklysm, Behemoth, Primordial, Darkened Nocturn Slaughtercult, Myrkur, Watain, Municipal Waste, Obituary, Soulfly, Jinjer und Alestorm
Konzert vom 21.07.2018 | , Tolmin

Große Momente mit JUDAS PRIEST – MetalDays Tag 4

ALIEN WEAPONRY begrüßen uns am frühen Abend des vierten Festivaltages. Die jungen Neuseeländer sind eine kleine Besonderheit, da sie einen Teil ihrer Texte in der Sprache der indigenen Bevölkerung Neuseelands verfassen. Die Band scheut sich nicht, Missstände in ihren Texten anzusprechen. Die Lyrics behandeln die ungerechte Behandlung der Maori, Songs wie „Hypocrite“, „Rage“, oder „PC Bro“ kritisieren Lehrer, Schulfreunde sowie die Zerstörung des Lebens von Prominenten durch die Medien. Außerdem ist die Band auf dem Weg nach oben. Ihr Album „Tú“ konnte nach einer Woche auf Spotify mehr als eine Million Streams verzeichnen und im Sommer spielen sie auf diversen Festivals in ganz Europa. Auch auf den MetalDays zeigen sie sich extrem motiviert und dankbar für die Einladung. Das Publikum nimmt die Jungs wohlwollend auf und feiert zusammen mit der Band. Im Circle-Pit geht es ordentlich zur Sache und natürlich werden auch wieder massig Köpfe zu der Musik geschüttelt. Die ist meistens sehr thrashig, ab und zu auch sehr melodiös und etwas langsamer. Eine Band mit viel Potenzial, die man im Auge behalten sollte.

Galerie mit 11 Bildern: Alien Weaponry - MetalDays 2018

Kreisende Köpfe wohin man schaut – das kann nur eines bedeuten: OBITUARY sind auf der Bühne! Frontmähne Tardy freut sich offenbar: Zwar sichtlich in die Jahre gekommen, weht auch sein Haupthaar immer noch ordentlich durch die Luft. Mittlerweile wieder zu einer festen Größe im Death-Metal-Genre aufgestiegen, erweisen die Fans den Amis zahlreich die Ehre. Der Bereich vor der Bühne ist mehr als gut gefüllt, bietet aber selbstredend noch genügend Platz für einen zünftigen Circle-Pit bei „Find The Arise“. Zu den groovigen Songs von OBITUARY passt der rohe aber ungemein fette Sound. Das Publikum wird von dieser Soundkulisse, die eher einer Dampfwalze gleicht, sprichwörtlich überrollt. Die Death-Metal-Veteranen sorgen immer noch für gute Live-Unterhaltung und eine tolle Stimmung.

Dann ist der große Moment gekommen, JUDAS PRIEST treten gleich auf! Im Rahmen ihrer „Firepower“-Tour besuchen sie auch die diesjährige Ausgabe der MetalDays. Bevor das Konzert losgeht, wird das Publikum vom Black-Sabbath-Klassiker „War Pigs“ angeheizt. Dann ist es soweit: Pünktlich um 23 Uhr betreten die Heavy-Metal-Ikonen die Bühne. Das Publikum empfängt die Legenden wohlwollend, auch wenn die Euphorie nicht ganz auf die Band überspringen will. Rob Halford verbringt den Großteil des Gigs eher im Hintergrund, während Richie Faulkner fast ständig im Spotlight ist und die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. JUDAS PRIEST wechseln in der ersten Hälfte immer wieder zwischen Klassikern und neueren Liedern, was der Stimmung nicht unbedingt zugute kommt. Gegen Ende erhöht sich dann die Hit-Dichte: Nach „You´ve Got Another Thing Coming“ und „Hell Bent For Leather“ folgt das Paradebeispiel für einen Heavy-Metal-Song – „Painkiller“. JUDAS PRIEST machen danach aber noch nicht Schluss, sondern lassen als Zugabe noch die fast obligatorischen Klassiker „Metal Gods“, „Breaking The Law“ und „Livin´ After Midnight“ folgen, das passenderweise kurz nach Mitternacht vorgetragen wird. Nach gut 90 Minuten endet der solide Auftritt der Priester, der insgesamt aber nur wenig spektakulär verlief.

Galerie mit 10 Bildern: Judas Priest - MetalDays 2018

Nach JUDAS PRIEST folgt zum Abschluss des Tages das dänische Black-Metal-Projekt MYRKUR. Amalie Bruun und ihre Band präsentieren einen tollen Mix aus Post-Black-Metal und norwegischer Folklore. Mit dem einzigartigen Ambiente der 2nd Stage kommt eine beispiellose Atmosphäre auf und zieht die Zuschauer in den Bann MYRKURs. Anders als viele andere Damen im Metal verzichtet Amalie Bruun fast vollständig auf Growls oder Screams und singt fast ausschließlich clean. Für Gänsehaut sorgen zwei traditionelle norwegische Volkslieder, die Amalie vorträgt. Kombiniert mit der Präsentation und der Atmosphäre ist das ganz großes Kino. Die packende Live-Darstellung profitiert extrem vom individuellen Black-Metal-Stil MYRKURs , die den 4. Tag perfekt abschließen.

Galerie mit 8 Bildern: Myrkur - MetalDays 2018

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02.09.2018

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