Korn
Der große Diskographie-Check!

Special

Korn

1993 Neidermeyer’s Mind

„Neidermeyer’s Mind“ ist zwar kein vollwertiges Album, aber das erste Lebenszeichen von KORN. Ein Demo mit vier Songs, produziert von Ross Robinson, der wohl als maßgeblicher Geburtshelfer für das Genre Nu Metal gilt und später auch Bands wie LIMP BIZKIT, SLIPKNOT und SOULFLY produziert hat.

„Predictable“ könnte locker auch auf einer CROWBAR-Platte stattfinden. Jonathan Davis klingt seltsamerweise schon sehr erwachsen und schafft es mühelos, die Riffbretter zu stemmen, ohne unterzugehen. Er war es, der KORN erst komplett machte. Die beiden Gitarristen Munky und Brian sahen ihn mit seiner ersten Band SEX ART performen und wollten den durchgeknallten, dürren Typen unbedingt bei sich hinterm Mikro stehen haben. Eine gute Wahl, wie sich in den letzten 20 Jahren herausgestellt hat, denn er gibt der Band das unverkennbare Gesicht. Dem gegenüber steht allerdings die fragliche „Glanzleistung“, den Namen KORN vorgeschlagen zu haben.

Unter den vier Tracks war auch „Blind“, ein Song den sicherlich auch Nicht-KORN-Kenner schon mal gehört haben. In den vergangenen Jahren wurde die Version perfektioniert, etwas spannender gestaltet, aber Ross Robinson sah schon damals das Potential. Die Demo-Version wirkt noch etwas verhalten, die Lyrics etwas dröge und zahnlos vorgetragen. Interessant ist die Tatsache, dass Davis hier krampfhaft gedoppelt wurde und sich den Wahnsinn herausnimmt, zwei Charaktere in einem Song zu bringen. Engelchen und Teufelchen? Er bringt sie beide, denn jeder trägt beides in sich. Das Leben ist ein ständiges Spiel mit der Waage zwischen Gut und Böse und KORN liefern den Soundtrack dazu. Ein unverkennbares Erkennungszeichen der Band und es gibt keinen Sänger, der dies so eindrucksvoll bringen kann.

Sammlungswürdig: Ein echtes Sammlerstück

2 Songs, die man kennen muss: „Blind“ und „Predictable“

Korn

Galerie mit 8 Bildern: Korn - Hanns-Martin-Schleyer-Halle Stuttgart

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29.07.2014

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6 Kommentare zu Korn - Der große Diskographie-Check!

  1. Milch sagt:

    Kann im großen und Ganzen zustimmen, für mich aber war alles bis einschl. „Untouchables“ noch gut, danach gings bergab. Die letzten drei Scheiben habe ich mir dann ganz erspart.

  2. Maik sagt:

    Tja die am schlechtesten abgeschnittene Platte gefällt mir selbst am besten: Take A Look In The Mirror. Die neueren dagegen alle Schrott.

  3. hrhr sagt:

    ich dachte auf dieser seite geht es um METAL und nicht um non metal bands. nicht jedes riff, nicht jedes solo ist metal, nicht jede band die eine e gitarre in ihrem sound verarbeitet ist metal. mal davon abgesehen ist die musik ohnehin zu weglaufen und mister davies kann auch nicht wirklich singen. überflüssige band, so wie linkin park, limp bizkit und ähnliche konsorten.

  4. Buddy sagt:

    Im großen und ganzen kann ich den Discography Check so unterschreiben. Wenn ich bedenke, dass ich damals erst so richtig mit der Untouchables von Korn warm geworden bin, welche ich im Übrigen immer noch total klasse find. Life is Peachy konnte mich dann allerdings nicht so von den Socken hauen, im Gegensatz zu dem damaligen Debüt der Jungs. Follow The Leader gefiel mir dann schon wieder wesentlich besser, trotz der relativ raplastigen Tracks. Issues hatte eine handvoll guter Tracks, konnte mich aber nie so wirklich begeistern. TALITM hab ich ne zeitlang rauf und runter gehört, würde sich sicher auch mal wieder gut machen. Untitled und See you on the otherside, hab ich mir mal gegeben, aber schnell wieder ins Nirvana geschickt. Korn III ist leider ein erfolgloser Versuch zurück zu den Anfängen zu gelangen, daher fand ich The paradigm Shift umso gelungener (das Dub Step Album ungehört übersprungen). Und bei all dem Post-Hardcore Shit der hier Platz findet, sollten Korn erwähnt werden.

  5. ma ks sagt:

    habe heute seit jahren mal wieder, auf grund dieses artikels, ein wenig korn gehört. war ganz überrascht, dass es mir so gut gefallen hat. issues(das dunkelste und konsistenteste album korns) und das debut (mein einstieg in den metal) sind meine favoriten. bin mir nur nicht sicher, ob ich es ohne den nostalgiefaktor mögen würde. mein ausstieg bei korn war mit untouchables. klinischer, digitaler scheiss sound. was danach kam, kenne ich alles nicht. war letztens ganz verwundert, dass es sie noch gibt und sie noch immer soviele leute ziehen.

  6. Alex Klug sagt:

    imho ein stets unterschätzter Song: „Thoughtless“ von „Untouchables“. Poppig, aber im richtigen Gewand!