Korn
Der große Diskographie-Check!

Special

Korn

1996 Life Is Peachy

Schon mit Twist schieden sich die Geister. Was für ein Vollidiot!„, sagen die einen und schalten sofort angewidert ab. Geiler, kranker Scheiß!„, sagen die anderen und drehen lauter. Das musikalische Zusammenspiel im folgenden Chi ist unvergleichlich, denn derart roh und reduziert klingen nur KORN. Auf Platte klingt ja alles etwas zahmer und glatter, das ist ganz normal. Aber die Aufnahme von Chi reißt auch aus der Dose mit und wenn Jonathan Davis

Re-entering my head..
Feeling like Im God..
With the world around me..
Cant you feel this PAIN?!
Ripping through my HEART!
Screaming through my VEINS!
Nothing I can KILL!
Screaming a LIE, I AM
Cant you rip MY EYES OUT?!
Cant you take my.heart?
Away.
To heart.
Goodbye.

singt, dann befürchtet man schon beim Genuss der Platte, das gleich sein Kopf platzt und Hirnsegmente aus der Anlage direkt ins Gesicht der Hörers spritzen. Gleiches gilt für Good God und die markante Hook Wont you get the fuck out of my faceNOW!, Life Is Peachy zeigt sich zwar einerseits deprimiert und melancholisch, bot aber auch Momente für gezielten Aggressionsabbau und bot die helfende Hand zum Aufstehen an. Eine absolute Ausnahmeplatte, unerreicht und auch heute fast 20 Jahre später noch genauso reizvoll, wenn nicht sogar über die Jahre noch mehr gewachsen. Für mich persönlich fühlt es sich so an, als ob in dieser Platte Erinnerungen von mir verpflanzt, sozusagen konserviert sind und wenn ich sie höre, dann werden diese Flashbacks abgerufen. Abgesehen von den großen Emotionen, beinhaltete Life Is Peachy auch eine humorige Note. KORN, ganz besonders Jonathan Davis, waren damals plakative Werbeträger der Sportmarke Adidas und spielten mit A.D.I.D.A.S. eine kleine Hommage ein. Wobei die Buchstaben für All day I dream about sex stehen und die schief gesungene Line von Davis All day I dream about fucking etwas seltsam war, aber dem Lied nicht den grandiosen Melodiebogen im Refrain abspricht.

Zwei Lieder, die man kennen muss: Sehr schwer…“Good God“ und „Chi“, dann aber gleich alle anderen Songs!

Sammlungswürdig: Sicherlich!

zum 4-Punkte Review von „Life Is Peachy“
zum 8-Punkte Review von „Life Is Peachy“

Galerie mit 8 Bildern: Korn - Hanns-Martin-Schleyer-Halle Stuttgart

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29.07.2014

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6 Kommentare zu Korn - Der große Diskographie-Check!

  1. Milch sagt:

    Kann im großen und Ganzen zustimmen, für mich aber war alles bis einschl. „Untouchables“ noch gut, danach gings bergab. Die letzten drei Scheiben habe ich mir dann ganz erspart.

  2. Maik sagt:

    Tja die am schlechtesten abgeschnittene Platte gefällt mir selbst am besten: Take A Look In The Mirror. Die neueren dagegen alle Schrott.

  3. hrhr sagt:

    ich dachte auf dieser seite geht es um METAL und nicht um non metal bands. nicht jedes riff, nicht jedes solo ist metal, nicht jede band die eine e gitarre in ihrem sound verarbeitet ist metal. mal davon abgesehen ist die musik ohnehin zu weglaufen und mister davies kann auch nicht wirklich singen. überflüssige band, so wie linkin park, limp bizkit und ähnliche konsorten.

  4. Buddy sagt:

    Im großen und ganzen kann ich den Discography Check so unterschreiben. Wenn ich bedenke, dass ich damals erst so richtig mit der Untouchables von Korn warm geworden bin, welche ich im Übrigen immer noch total klasse find. Life is Peachy konnte mich dann allerdings nicht so von den Socken hauen, im Gegensatz zu dem damaligen Debüt der Jungs. Follow The Leader gefiel mir dann schon wieder wesentlich besser, trotz der relativ raplastigen Tracks. Issues hatte eine handvoll guter Tracks, konnte mich aber nie so wirklich begeistern. TALITM hab ich ne zeitlang rauf und runter gehört, würde sich sicher auch mal wieder gut machen. Untitled und See you on the otherside, hab ich mir mal gegeben, aber schnell wieder ins Nirvana geschickt. Korn III ist leider ein erfolgloser Versuch zurück zu den Anfängen zu gelangen, daher fand ich The paradigm Shift umso gelungener (das Dub Step Album ungehört übersprungen). Und bei all dem Post-Hardcore Shit der hier Platz findet, sollten Korn erwähnt werden.

  5. ma ks sagt:

    habe heute seit jahren mal wieder, auf grund dieses artikels, ein wenig korn gehört. war ganz überrascht, dass es mir so gut gefallen hat. issues(das dunkelste und konsistenteste album korns) und das debut (mein einstieg in den metal) sind meine favoriten. bin mir nur nicht sicher, ob ich es ohne den nostalgiefaktor mögen würde. mein ausstieg bei korn war mit untouchables. klinischer, digitaler scheiss sound. was danach kam, kenne ich alles nicht. war letztens ganz verwundert, dass es sie noch gibt und sie noch immer soviele leute ziehen.

  6. Alex Klug sagt:

    imho ein stets unterschätzter Song: „Thoughtless“ von „Untouchables“. Poppig, aber im richtigen Gewand!