Epica
ELUVEITIE, EPICA und SCAR SYMMETRY live in Neu Isenburg

Konzertbericht

Billing: Eluveitie, Epica und Scar Symmetry
Konzert vom 28.10.2015 | Hugenottenhalle, Neu Isenburg

Zwei Headliner treiben mich in die Hugenottenhalle nach Neu Isenburg: ELUVEITIE und EPICA, eine eher ungewöhnliche Mischung. Die Schweizer Folk Metaller ELUVEITIE geben als Co-Headliner Songs aus dem Album „Orgins“ zum Besten und von EPICA dürfen wir besten Symphonic Metal aus den Niederlanden erwarten. Beide Bands lassen auf eine gewaltige Metalnacht hoffen. Als Opener spielen SCAR SYMMETRY Songs aus Ihrem im Herbst 2014 erschienenen Album „The Singularity“.

Die Vorband SCAR SYMMETRY fängt pünktlich um 20 Uhr an und bringt mit ihren Progressive-Melodic-Death-Metal-Songs die Halle zum Beben. Sie haben nicht den besten Sound, zu Beginn fällt dann auch noch kurz das Mic von Frontmann Christian aus. Davon lassen sie sich aber nicht beirren und überzeugen ihre Fans. Nach allerdings gerade mal vier Songs und sehr knappen 30 Minuten ist der Auftritt auch schon wieder vorbei, zum Leidwesen der alt eingesessenen Metalfans.

Epica

Vor dem Auftritt von ELUVEITIE gibt es eine recht lange Umbauphase, die vom im Schnitt eher älteren Publikum genutzt wird, um die stickige Halle noch mal zum Luftschnappen zu verlassen, oder um sich ein Stück Pizza am Kiosk direkt in der Halle zu holen. Um kurz nach neun füllt sich die Halle wieder und kurz darauf stürmen endlich ELUVEITIE auf die Bühne. Bester Folk Metal dröhnt uns von der Schweizer Band entgegen. Die Crowd ist begeistert und ein Großteil stimmt die Songs sofort mit an.

Der erste Teil des Sets ist für ELUVEITIE ungewöhnlich ruhig, so starten sie mit „King“ und „Nil“. Als die Halle gut eingeheizt ist, spielen sie ein kurzes Akustikset. Sänger Chirgel erzählt über die Ursprünge der Band und die Seele Ihrer Songs. Als Ursprung sehen sie die irische Folk Musik. Dann stimmen ELUVEITIE „Omnos“ an, welches sich stark an den Melodien alter, irischer Volkslieder orientiert. Eine tolle Stimmung breitet sich in der Menge aus. Mit „De Ruef Vo De Bärge“ – natürlich in Originalsprache – ertönt dann der letzte Song des Akustiksets.

Danach legen ELUVEITIE erst so richtig los und als die Band zum Circle Pit aufruft, erfasst dieser fast die ganze Menge. Auch nach anderthalb Jahren auf Tour sieht man, dass die ganze Band noch eine Menge Spaß auf der Bühne hat und es ist sehr beeindruckend, wie verschiedenste Instrumente gekonnt gespielt werden. Als i-Tüpfelchen gibt es als Zugabe „Inis Mona“, und es ist niemand zu sehen, der bei diesem Klassiker nicht lautstark mitsingt.

Galerie mit 15 Bildern: Eluveitie - Eluveitie und Epica live in Neu Isenburg

In der nächsten Umbauphase wird die Bühne komplett leer geräumt und ein gigantisches Lichtset aufgebaut. Es ist endlich Zeit für EPICA. Selbstsicher steht die Band auf der Bühne und begeistert das Publikum von Anfang bis Ende. Dies dürfte zum einen an der geballten Energie der Band liegen, die einfach raus muss, zum anderen sorgen aber auch die satte Lichtshow und der Sound für eine geniale Stimmung in der Crowd.

Was die Songs und den Auftritt an sich angeht, gibt es keine großen oder überraschenden Highlights, dafür lässt der gesamte Auftritt schon für sich sprechen. Eröffnet mit „The Second Stone“, „The Essence Of Silence“ und „Sensorium“, spielen sie ein tolles Set und haben auch selbst bis zum Schluss mit Headbangen und Platzwechseln auf der Bühne eine Menge Spaß. In der Zugabe bringen EPICA die Menge mit „Unchain Utopia“ und „Consign To Oblivion“ nochmal richtig zum Ausrasten.

Galerie mit 20 Bildern: Epica - Eluveitie und Epica live in Neu Isenburg

Fazit des Abends: ELUVEITIE und EPICA sind live definitiv sehenswert. Trotz langer Zeit auf Tour haben ELUVEITIE noch eine Menge Power und beide Bands Riesenspaß dabei, das Publikum zu unterhalten. Die Hugenottenhalle als solche kann ich persönlich nur bedingt weiter empfehlen, ließ doch die Soundqualität und die schlechte Anbindung zu wünschen übrig.

23.11.2015

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