Paradise Lost
Der Diskografie-Check

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Paradise Lost

 

Lost Paradise (1990)

Emporgekrochen aus dem finstersten nordenglischen Sumpf am 26. März 1988, hatten sich PARADISE LOST in ihren frühen Jahren dem überwiegend schleppenden bis mittelschnellen, aber dafür umso intensiveren Death Metal verschrieben. Diese erste Entwicklungsstufe kulminiert im Ende 1989 aufgenommenen Debüt „Lost Paradise“, an dem man einzig bemängeln kann, dass die Produktion nicht mehr ganz so dreckverschmiert und pechschwarz wie noch auf den vorangegangenen Demos „Paradise Lost“ beziehungsweise „Frozen Illusion“ war. Mittels bestialischem, aber dechiffrierbarem Gegrunze, heruntergestimmt-grobschlächtiger Brutalität und ersten elegischen Mackintosh-Momenten entwickelt „Lost Paradise“ eine erstaunlich bedrohliche Aura, die vor einem Vierteljahrhundert nur sehr wenige Vergleiche kannte. PARADISE LOSTs Erstwerk stand zwar retrospektiv seit jeher im Schatten seines überwältigenden Nachfolgers „Gothic“, sollte aber zum einen für seine herrlich düstere, urwüchsige Art, zum anderen für seine musikgeschichtliche Bedeutung geschätzt werden: Bei seiner Veröffentlichung im Januar 1990 über Peaceville Records war es das wohl erste echte Doom-Death-Metal-Album überhaupt – noch vor WINTERs Debüt oder AUTOPSYs „Mental Funeral“. „Lost Paradise“ erwies sich als archaische Doom-Death-Blaupause und zugleich Geburtswehe großer Meisterschaft.

Höhepunkte: Our Saviour, Rotting Misery, Internal Torment II

Besonderheiten: erstes Doom-Death-Album

Sammlungswürdig: ja

Wer sollte diese Platte besitzen: Old-School-Death-Metal- und Doom-Death-Enthusiasten

(Christoph Meul)

 

Galerie mit 14 Bildern: Paradise Lost - Summer Breeze Open Air 2018

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28.05.2015

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2 Kommentare zu Paradise Lost - Der Diskografie-Check

  1. Neffhausen sagt:

    Das die Grundstimmung dunkler und düsterer ist als auf den Vorgängern stimmt m.M.n. überhaupt nicht. Siehe „Gothic“. Die Stimmung hier ist eher melancholischer und depressiver.

  2. doomed-forever sagt:

    Das neue Album tritt kräftig Arsch – und hätte eigentlich direkt nach Draconian Times direkt kommen sollen – aber nach 20 Jahren schließt sich der Kreis wieder, alle Band Trademarks sind hier vorhanden,
    Nick kann wieder schreien, Gregs Arbeit ist 1a Sahne – zu Symbol Of Life Zeiten hatte ich von so einem Album geträumt – nun ist es endlich da, ein Super Dankeschön für alle alten Fans wie ich (>=40 J.) der Truppe aus Halifax. Bin von der Scheibe sehr begeistert, keine Durchhänger, und der letzte Arsch in der Ecke wird auch noch getreten. Tune-in Tipps: Beneath Broken Earth (geile SloMo Walze),
    Sacrifice The Flame, Terminal…alleine schon der Anfang ist Eargasm pur….und alle weiteren Tunes hier. Paradise Lost – forever, Fuckers! \m/