
ROCKHARZ Open Air 2026
Der große Festivalbericht
Konzertbericht
ROCKHARZ 2026: Tag 2 – Donnerstag, 2. Juli
Impressionen vom Donnerstag:
Galerie mit 33 Bildern: Rockharz Open Air 2026 – Impressionen vom Donnerstag

Fotos von den Autogrammstunden am Donnerstag:
Galerie mit 71 Bildern: Rockharz Open Air 2026 – Autogrammstunden Donnerstag 13:00 -15:30 Uhr


Galerie mit 66 Bildern: Rockharz Open Air 2026 – Autogrammstunden Donnerstag 15:30-17:30 Uhr


Galerie mit 84 Bildern: Rockharz Open Air 2026 – Autogrammstunden Donnerstag 17:30-20:00 Uhr


Frisch aus dem Bett oder Zelt geschält, mit dem ersten Kaltgetränk und guter Laune im Gepäck, geht es zu den ersten Bands des zweiten ROCKHARZ-Tages.
11:50–12:20 FINAL CRY – Dark Stage: Erste Gesangschöre und letzter Schrei
FINAL CRY liefern heute den Soundtrack zum Frühstück. Die Mischung aus Death und Thrash Metal ist der perfekte Wake-up-Call für einen zweiten Festivaltag. Zum abschließenden „Walk With The Dead“ gibt es die ersten Gesangschöre.
(Jannik Kleemann)
Galerie mit 25 Bildern: Final Cry - Rockharz Open Air 2026

Von Thrash zu Folk: DIE HABENICHTSE stehen in den Startlöchern.
12:25–13:00 DIE HABENICHTSE (Rock Stage): Tanzbein schwingen, Weinschorle schlürfen
Die HABENICHTSE eröffnen ihr „Schmierentheater“ und laden uns ein, das Tanzbein zu schwingen. Der ungestüme und launige Mix aus Folk und Mittelalter-Rock taugt jedenfalls sehr gut dazu, auch die letzte Müdigkeit aus den Klamotten zu schütteln. Besungen wird die Unterwäsche, der Urlaub im Mittelalter und nicht zuletzt die gute, alte Weinschorle – was in einer epischen Schorl Of Death gipfelt. Ein kurzweiliger Auftritt, der sehr gut zu dieser frühen Stunde passt.
(Sven Lattemann)
Galerie mit 17 Bildern: Die Habenichtse - Rockharz Open Air 2026

Einmal im Mittelalter angekommen, bleiben wir gleich dort, oder? Allerdings nähern sich MITTEL ALTA dem Thema etwas ungewohnter.
13:05–13:45 MITTEL ALTA (Dark Stage): Bastard Barden in the house, muthaf***as
Als die „Bastard Barden“ auf dem Harzer „Dorfplatz“ einfallen, fordern sie zunächst angemessen selbstbewusst einen Circlepit, ohne auch nur eine Note gerappt zu haben. Doch der Pöbel lässt sich nicht zweimal bitten. Ob MITTEL ALTA nun Metal sind oder nicht, stellt die Masse vor der Bühne nicht infrage. Die Leute surfen, zirkeln, tanzen und besingen den „Gelben Schein“. So derbe die Texte auch sein mögen, die Message hinter „Ficket euch“ ist eindeutig: „Nein heißt nein!“
(Saskia Zillekens)
Galerie mit 27 Bildern: Mittel Alta - Rockharz Open Air 2026

Deutlich anständiger übernehmen die melodischen Power-Metal-Künstlerinnen HAGANE aus Japan.
13:50–14:25 HAGANE (Rock Stage): Flotte Gitarrenharmonien und futuristische Kimonos
Es ist der erste Deutschland-Gig der vier aus Tokio. Doch die von Sängerin Nagi geschilderte Nervosität spüren wir nicht. Obwohl – oder gerade weil – die fast durchweg japanischen Songs wenig Mitsingpotenzial haben: zu HAGANE-Sprechchören lassen sich die Fans unaufgefordert hinreißen. Mit flotten Gitarrenharmonien und viel Charme schmieden HAGANE in futuristischen Kimonos fraglos neue Fan-Freundschaften.
(Saskia Zillekens)
Galerie mit 15 Bildern: Hagane - Rockharz Open Air 2026

So leichtfüßig und glücklich, wie die vier Japanerinnen von der Bühne tänzeln und hüpfen, so viel düsterer und (Neue Deutsche) härte(r) übernehmen STAHLMANN das metallene Zepter.
14:30–15:10 STAHLMANN (Dark Stage): Nonnen, Fahnen, Holzkreuze
STAHLMANN aus Göttingen machen ihrem Namen alle Ehre: Harte Gitarrenklänge und stampfende Beats transportieren viel düstere Energie. Das ist musikalisch nicht super originell, daher wird die Bühnenperformance der vier in schwarz gekleideten Herren von zwei Nonnen unterstützt, die wahlweise dunkle Fahnen schwenken oder Holzkreuze in die Luft recken. Das Publikum feiert Titel wie „Schwarz“, „Adrenalin“ und „Süchtig“ jedenfalls ordentlich ab.
(Sven Lattemann)
Galerie mit 10 Bildern: Stahlmann - Rockharz Open Air 2026

Aus dem industriellen Hochofen geben wir rüber zu SAGENBRINGER – in eine Welt voller Fantasie und Magie.
15:15–16:00 SAGENBRINGER (Rock Stage): Trolltavernen und Binsen
„Wir sind SAGENBRINGER, und wir bringen die Sagen“, verrät Sänger Haldruhir zu Beginn. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, denn die Sylter Folk-/Pagan-Metal-Band mit Waldschratoptik hat sich in den vergangenen fünf Jahren eine treue Fanschar aufgebaut – und heute quasi ein Heimspiel. Zwar gibt es hier und da noch Abstriche hinsichtlich der musikalischen Originalität, und so ganz ohne Backingtracks geht es auch nicht, aber egal: Geschichten wie „Trolltaverne“ und „Der Metdrache“ werden gemeinsam mit der Meute zelebriert und die Fäuste gereckt, während Crowdsurfer zur Bühne schweben. Zum Schluss des starken Auftritts steht plötzlich Tetzel (ASENBLUT, ALL FOR METAL) auf der Bühne und zeigt seine Muskeln und Sangeskünste.
(Eckart Maronde)
Galerie mit 19 Bildern: Sagenbringer - Rockharz Open Air 2026

Danach legen wir die selbst geschnitzten Wanderstöcke beiseite und tauschen sie gegen andere Stangen ein: DOGMA bitten zur virtuellen Pole-Dance-Show.
16:05–16:50 DOGMA (Dark Stage): Maximale Beinfreiheit
Den Auftritt mit der größten Beinfreiheit liefert heute die internationale Band DOGMA: Punkt für die fünf Musikerinnen, die ihre Fans mit Nonnenkostümen, schwarz-weißer Schminke und aufreizenden Posen in die „Forbidden Zone“ einladen. Sängerin Lilith bekennt zwar „Father I Have Sinned“, bietet mit ihren Kolleginnen aber dennoch eine unzüchtige Hardrock-/Heavy-Metal-Show, bei der häufig leider erst die Refrains kicken. Beim MADONNA-Cover „Like A Prayer“ heben sich aber die Hände zum kollektiven Wischer.
(Eckart Maronde)
Galerie mit 30 Bildern: Dogma - Rockharz Open Air 2026

Von einer sündigen Show zu sündig guten Musikern: Wir freuen uns auf WARMEN.
16:55–17:45 WARMEN (Rock Stage): Finnische Tastenfreu(n)de
Sicherlich haben sich auch einige CHILDREN-OF-BODOM-Fans vor der Rock Stage versammelt, als die Band um deren Ex-Keyboarder Janne Wirman und ENSIFERUM-Sänger Petri Lindroos ihr Set startet. Aber auch allen, die den straighten, keyboardlastigen Melodic Death Metal noch nicht kennen, zeigen die Finnen schnell, wie man sich ein Publikum erspielt: dicker Circlepit, der bis zum Ende nicht abreißt, Crowdsurfer in beide Richtungen und eine eifrig anfeuernde Crowd. Am Ende bleibt sogar noch Zeit für zwei Songs mehr als ursprünglich geplant.
(Mirko Pidde)
Galerie mit 13 Bildern: Warmen - Rockharz Open Air 2026

Nachdem zum ROCKWELL-Cover „Somebody’s Watching Me“ noch mal ausgiebig das Tanzbein geschwungen wurde, wird es mit DECAPITATED deutlich brutaler.
17:50–18:40 DECAPITATED (Dark Stage): Technical Death Metal-Saitenschredder
Doch die Musik ist nicht nur brutal, sondern derart perfekt gespielt, dass man sich wundert, warum es die Polen nie ganz auf den Olymp des Extreme Metal geschafft haben. Allen voran Wacław „Vogg“ Kiełtyka, der unter anderem für sein Gastspiel bei MACHINE HEAD bekannt ist. Neben technisch anspruchsvollen Tech-Death-Riffs hat der Saitenschredder auch melodische Leads parat, die das Soundteam hervorragend zur Geltung bringt. Zudem macht der neue Sänger Eemeli Bodde eine gute Figur – mit präzisen Growls bis hin zu hohen Screams. Technical Death Metal auf dem ROCKHARZ? DECAPITATED beweisen, dass das funktioniert. Und das Publikum nimmt alles dankbar an.
(Marcel Schlensog)
Galerie mit 18 Bildern: Decapitated - Rockharz Open Air 2026

Wie wild die stilistische Mischung beim ROCKHARZ ist, zeigt sich gleich im Anschluss: BETONTOD geben sich die Ehre.
18:45–19:35 BETONTOD (Rock Stage): Trink- und Mitsinghymnen
„Wir müssen aufhören, weniger zu trinken!“ So lautet seit jeher das Motto von BETONTOD. Die Punkrocker bringen im Herbst ein neues Album raus, liefern heute aber eine Best-of-Show par excellence ab. Von „Das Kapital“ über „Hömmasammawommanomma“ und „Keine Popsongs“ bekommen wir eine Mitsinghymne nach der anderen auf die Ohren. Kein Wunder, dass es lauten Applaus und Crowdsurfer am Fließband gibt.
(Jannik Kleemann)
Galerie mit 26 Bildern: Betontod - Rockharz Open Air 2026

Der Weg von Punk Rock zu Hardcore ist nicht so weit. Demzufolge verwundert es keinen, dass die Massen von BETONTOD direkt zu AGNOSTIC FRONT wandern.
19:40–20:30 AGNOSTIC FRONT (Dark Stage): NYC-Harz-Core
AGNOSTIC FRONT bringen Hardcore-Vibes an die Teufelsmauer – mit Attitüde und einer mitreißenden Show. Nach einem Intro-Doppel legen Vinnie Stigma und seine Crew direkt mit Vollgas los. Und bevor er auch nur eine Zeile gesungen hat, fordert Roger Miret bereits einen Circlepit ein. Spoiler: Der Menschenkreisel kommt bis zum Ende des Gigs nicht zum Stillstand. Die New-York-Hardcore-Legenden feuern ihrerseits eine mal stampfende, mal rollende, mal nach vorne treibende Hitsalve ab, die mit einer tiefen Verneigung vor den RAMONES („Blitzkrieg Bop“) endet. Danach ist Schluss mit dem NYC-HARZ-Core und alle sind rundum zufrieden ausgepowert.
(Eckart Maronde)
Galerie mit 28 Bildern: Agnostic Front - Rockharz Open Air 2026

Welch ein Kontrast: Nach der schweißtreibenden HC-Show kommen mit DOMINUM Power-Metaller mit Horror-Affinität auf die Bühne.
20:35–21:35 DOMINUM (Rock Stage): Dr. Dead & die Untoten
Was haben Zombies, Michael Jackson und Power Metal gemeinsam? Den Sound von DOMINUM. Am Freitag veröffentlicht die Band ihr neues Album „Night Is Calling“ und schon heute gibt es die eine oder andere Livepremiere auf dem ROCKHARZ. Sei es das MICHAEL-JACKSON-Cover „Thriller“ oder der Smash-Hit „Immortalis Dominum“: Die Untoten um Frontmann Dr. Dead reißen das Infield ab. Dementsprechend groß ist der Zuspruch an Applaus und Crowdsurfern. Gut, dass auch die Grabenschlampen zahlreich sind.
(Jannik Kleemann)
Galerie mit 15 Bildern: Dominum - Rockharz Open Air 2026

Von Untoten zu Zirkusartisten: AVATAR machen sich für eine abwechslungsreiche Show bereit.
21:40–22:40 AVATAR (Dark Stage): Discofox und Metal
Die selbst ernannte Freakshow beginnt atmosphärisch bis theatralisch. Doch schon beim zweiten Song fallen die düsteren Umhänge. Sofort haben AVATAR und speziell Frontmann Johannes Eckerström das ROCKHARZ-Publikum fest in der Hand: Während uns der charismatisch-androgyne Sänger neben seiner beeindruckenden Range mit guten Deutschkenntnissen bei Laune hält, zeigt die Saitenfraktion ihre Qualitäten im Triple-Rotor-Headbanging. Neben (der guten Art von) Kopfschütteln heißt es sowohl auf der Dark Stage als auch davor: Hüften schwingen, Schädel kreisen, ausgelassen springen. Denn AVATAR beweisen mit ihrem Mix aus Melodic Death und Industrial, dass sich Discofox und Metal nicht ausschließen müssen. Eckerström, der tatsächlich heute einen runden Geburtstag feiert (herzlichen Glückwunsch!), fühlt sich „keinen Tag älter als 39“ und lässt mit „Hail The Apocalypse“ noch mal eine amtliche Abrissbirne auf die Gäste seiner intimen Feier los.
(Mirko Pidde)
Galerie mit 35 Bildern: Avatar - Rockharz Open Air 2026Am Ende verrät der Schwede ein Geheimnis: ALICE COOPER hat ihm alles beigebracht. Was für eine Überleitung zum heutigen Headliner.
22:45–00:00 ALICE COOPER (Rock Stage): Ferienstart unter der Guillotine
ALICE COOPER beehrt mit seiner Band das ROCKHARZ Festival 2026 und hat Rock-Klassiker aus seinem mehr als fünfzigjährigen Schaffen im Gepäck. Zur Eröffnung steigt er theatralisch vor einer leuchtenden Feuerwand mit einem Degen bewaffnet aus einem überdimensionalen Buch – die Bühne ist bereitet für den Großmeister des Schock-Rock! Beachtliche 78 Jahre alt ist Mr. Cooper dieses Jahr geworden, doch von Ruhestand oder altersbedingter Schonung keine Spur. Der Sänger wechselt das Bühnenoutfit nach gefühlt jedem zweiten Song – ob in Zwangsjacke, Frack oder schwarzem Hemd, stets unterstreicht die Garderobe den dargebotenen Track. Die Hit-Dichte ist hoch: Von „No More Mr. Nice Guy“ über „Hey Stoopid“ bis hin zu „Poison“ kennen alle Rock- und Metal-Fans die meisten Songs aus dem Effeff. Schließlich rollt eine große Guillotine auf die Bühne, um den Sänger einen Kopf kürzer zu machen und das Ende des Sets anzukündigen. Nach der Enthauptung folgt die Rückkehr in weißem Outfit mit Zylinder für das große Finale: Pünktlich zum Ferienstart in vielen Bundesländern darf „School’s Out“ natürlich nicht fehlen. Angereichert wird die Version mit Auszügen von „Another Brick In The Wall“ von PINK FLOYD. Doch bevor ALICE COOPER von der Bühne geht, wartet noch eine Überraschung: Als Bonus gibt es ein Cover von „Smells Like Teen Spirit“ von NIRVANA.
(Sven Lattemann)
Galerie mit 29 Bildern: Alice Cooper - Rockharz Open Air 2026

ALICE COOPER wird seinem Legendenstatus absolut gerecht und hinterlässt ein beeindrucktes Publikum. Doch vor dem (musikalischen) Feierabend sind noch die Stimmungskanonen HÄMATOM an der Reihe.
00:05–01:05 HÄMATOM (Dark Stage): Gagamania im Maskenland
Von einem Maskierten zu den nächsten: HÄMATOM läuten ihre „Gagamania“ mit dem passenden Lied ein. Das Infield ist brechend voll – gefühlt ist niemand nach ALICE COOPER zum Camp gegangen. Zu später Stunde halten die Maskenmänner und -frau das Tempo hoch und liefern eine Mischung ihrer besten Partyhits. Doch vor „Mörder“ wird es kurz ernst, als HÄMATOM uns den dreckigsten Spiegel der Gesellschaft vorhalten. Stabil: Süd gleitet mit Drumkit und großem blauen Kothaufen über das Publikum. Der Gig endet mit einem Medley aus bekannten Coversongs – und Applaus und Fanchöre hallen noch lange nach.
(Jannik Kleemann)
Galerie mit 23 Bildern: Hämatom - Rockharz Open Air 2026

Nach über zwölf Stunden Musik geht der zweite ROCKHARZ-Tag zu Ende. Er war gespickt mit Highlights: erstklassigen Bands, gutem Wetter und tollen Freunden. Das Motto „Made of Metal, Beer & my best Friends“ hat sich komplett erfüllt.
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metal.de Redaktion 
































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