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END OF GREEN – „Ashes & Gold“ Listening Session
Am Samstag um die Mittagszeit folgen wir dem Ruf von Reaper Entertainment und finden uns mit etwa zwanzig weiteren Medienvertreter:innen im Zelt des Pressezentrums ein. Die Dark-Metaller von END OF GREEN haben für den 4. Dezember 2026 die Veröffentlichung ihres elften Studioalbums „Ashes & Gold“ angekündigt, in das wir heute gemeinsam mit der Band reinhören dürfen.
Zum Auftakt geben die gut gelaunten Musiker einen kurzen Abriss über die Arbeit an den Songs, bevor der Opener „Angry Son Of An Angry Old Man“ mit zunächst noch gedrosselter Lautstärke aus den Boxen flirrt. Der Track entbehrt nicht einer gewissen Southern-Rock-Note, denn ausgestattet mit Cowbell groovt sich die Nummer ordentlich ein. Genauso wie die Lautstärke übrigens auch.
Mit einem jetzt optimalen Sound geht es weiter im Text. Die END-OF-GREEN-DNA wird deutlich erkennbarer. Düstere Gothik-Vibes, elektronische Arrangements und eine ansteckende Hookline bestimmen die nächsten Songs, die – speziell im Gesang – Industrial-Elemente offenbaren und hier und tatsächlich in einen Jump-Part münden.
Auch eine balladeske Nummer zu Ehren einer Großmutter hat den Weg auf „Ashes & Gold“ gefunden, die nicht nur innerhalb der Pete-Steele-Anhängerschar für Gänsehäute sorgen wird. Insgesamt sind die Songs in guter END OF GREEN-Manier natürlich auch ein bisschen cheesy, aber eben auf die coole Art.
Die späteren Lieder entfachen ein grungiges Alternative-Feuer, das uns im Handumdrehen in die 90er Jahre zurückkatapultiert und das eine wohlige Melancholie in der Magengegend prickeln lässt. „Ashes & Gold“ lässt sich aus der Ferne mit vielen Reminiszenzen beschreiben und wir sehen vor dem geistigen Auge gleichzeitig den Clip zu „Temple Of Love“ (SISTERS OF MERCY), während wir eine dreiminütige Trainingssequenz in einem der unzähligen Rocky-Filme durchlaufen.
„Ashes & Gold“ wartet mit einer dichten Atmosphäre auf und findet sein Ende (wenn auch nicht den Höhepunkt) in einer Coverversion von „Paint“ (BAY LAUREL). Die anwesenden Medienvertreter:innen spendieren großzügig Applaus, während Frontmann Michelle Darkness den ein oder anderen witzigen bis ironischen Spruch parat hat. Unter anderem sollen die Anwesenden Gitarrist Oliver Merkle zum Geburtstag gratulieren, weil er jeden Tag auf der Bühne Geburtstag hat. Ein Insider-Gag, der nicht bei allen zündet.
Stunden später treffen wir Bassist Andreas Hund noch einmal, der immer noch ein breites Grinsen im Gesicht trägt. Das Schöne bei END OF GREEN ist, dass diese Band nach all den Jahrzehnten bodenständig geblieben ist und ihre Passion in der Musik findet. Hier geht es offensichtlich nicht um das große Geld zu jedem Preis. Bei END OF GREEN treffen Authentizität, Fantum und Musikalität aufeinander. Wir freuen uns auf den 6. Dezember 2026. (OD)
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metal.de Redaktion 




























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