Various Artists - In The Name Of The King (Soundtrack)

Review

In den letzten Jahren ist es offensichtlich in Mode gekommen, den verschiedensten Compilations Namen und Logos aktueller Kinofilme aufzuprägen, um diesen dann unter dem Motto „Music From And Inspired By…“ einen zusätzlichen Promotionsschub zu verpassen. Inwiefern die Songs dann einen tatsächlichen Bezug zum Leinwandgeschehen aufweisen, bleibt oft fraglich. Mehr als ein Song, der dann tatsächlich auch im Film auftaucht, und ein bis zwei Filmmusik-Stücke finden sich selten auf diesen Veröffentlichungen.
Im vorliegenden Fall ist der zugehörige Streifen mal wieder eine Computerspiel-Verfilmung des seit 2003 auf trashige PC-Adaptionen spezialisierten Uwe Boll. „Dungeon Siege“ heißt die Vorlage, „Schwerter des Königs“ (engl. „In the Name of the King“) der Film – somit reitet Boll auf der noch immer populären Fantasy-Welle mit. Ob sich sein Werk mit der großartigen „Herr der Ringe“-Trilogie vergleichen lassen kann, ist fraglich, darüber soll aber an dieser Stelle nicht geurteilt werden.

Hier geht es um die vorliegende Musik. Und die kann durchaus überzeugen. BLIND GUARDIAN bringt man ohnehin sofort mit dem Fantasy-Genre in Verbindung, so dass es kaum verwundert, dass die Krefelder Metal-Barden gleich mit zwei Stücken („Carry The Blessed Home“ und „Skalds & Shadows“) vertreten sind. Auch NIGHTWISH („Amaranth“), AMORPHIS („The White Swan“) oder EPICA („Chasing The Dragon“) passen auf den ersten Blick ganz gut ins Konzept.
Es ist zudem sympathisch, dass sich Nuclear Blast, die für die Realisierung dieses Soundtracks verantwortlich zeichneten, nicht nur auf die hauseigenen Bands beschränken, sondern auch andere Szene-Größen wie HIM („Wings Of A Butterfly“), DREAM THEATER („I Walk Beside You“) oder MASTODON („The Wolf Is Loose“) zum Zuge kommen lassen.

Am meisten überrascht vermutlich der PANTERA-Klassiker „Cemetery Gates“, der ein wenig aus dem Rahmen der übrigen Songs, die durchgängig mehr als zehn Jahre weniger auf dem Buckel haben. Macht aber nix, denn Lieder wie dieses kommen einfach nie aus der Mode und können sich auch mit aktuellem Material wie SOILWORKs „Exile“ messen lassen. Eigentlich eine klasse Songauswahl also, die von zwei orchestralen, aber unspektakulären Score-Titeln umrahmt wird.
Was man sich aber dabei gedacht hat, Songs wie „Pilot In The Sky Of Dreams“ (THRESHOLD), „Donner Lady Arms“ (THE DARKNESS) oder den GENESIS-Klassiker „Land Of Confusion“ (in der Cover-Version von DISTURBED) mit einer Fantasy-Story in Verbindung zu bringen, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen. Ungeachtet der musikalischen Qualität wirken somit rund die Hälfte der Songs im Zusammenhang eines Fantasy-Film-Soundtracks irgendwie fehl am Platz.

Alles in allem eine gute Compilation also – nur leider irgendwie ein wenig am Thema vorbei…

16.12.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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