Kein Cover

Various Artists - Peaceville X

Review

Das Covern alter Songs ist scheinbar schwer in Mode, die Chartstürmer von Atrocity haben dafür mehr als nur einen Beweis erbracht. So ziehen immer mehr Sampler und Bands nach, die entweder covern oder Tribut zollen – wie auch immer man das sehen mag.
Eine weitere Kompilation dieser Art ist dieser Sampler – natürlich prall gefüllt mit Bands des Peaceville Labels, sprich My Dying Bride, Anathema, Blackstar, The Blood Divine, Dominion, Thine, Acrimony und Lid. Die gecoverten Lieder sind von Led Zepplin, Deep Purple, Bad Religion und einigen weiteren Gruppierungen, die mir nicht im entferntesten bekannt sind. Einiges kommt mir recht bekannt vor, anderes höre ich zum ersten mal. Somit ist es schwer, die Stücke mit den Originalen zu vergleichen, die Musik bleibt für sich stehen. My Dying Bride sind dabei die absoluten Gewinner, die in ihrer fast schon typischen Art völlig untypisch an die Stücke rangingen und zwei Songs auf die Beine gestellt haben, die einen nicht glauben lassen, es mit derselben Band zu tun zu haben. Melancholie ist wieder einmal der große Trumpf der Engländer und so sind die zwei Neufassungen Runterzieher par exellence. Weiterhin sind die Stücke von Anathema und The Blood Divine bemerkenswert, die alleine schon durch die jeweiligen Interpreten die richtige Richtung erhalten. Dominion haben es sich mit „Paint it Black“ von den Rolling Stones und „Shout“ von Tears For Fears ziemlich schwer gemacht, sind das doch die mir noch bekanntesten Stücke des ganzen Samplers. Als großes Manko kommt hinzu, daß es von den beiden Stücken schon weitaus bessere Coverversionen gab: „Paint it Black“ von Inkubus Sukkubs (und Rage! -Truhe) und „Shout“ von Atrocity nur mal als Beispiele. Auch ist die Sängerin von Dominion nicht gerade eine Offenbarung und nervt teilweise recht derbe. Bleiben noch Blackstar, die sich zu erst an Thin Lizzy vergreifen, was schön dreckig und rockig daherkommt, vor allem durch die herrlich verbissenen Vocals von ex-Carcass Kotzer Jaff Walker. Der zweite Song klingt verkifft und ist mir im Original nicht bekannt, die Neuversion weiß aber sehr gut zu gefallen. Der Rest ist Standardware, teils Über-, teils Unterdurchschnitt.Die Cd ist empfehlenswert, vor allem aber Fans der genannten Gruppen sollten zugreifen, werden sie doch von ihren Helden nicht enttäuscht werden.

24.07.1998

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Peaceville X' von Various Artists mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Peaceville X" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32469 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare