Various Artists - Opera Metal Vol. 2

Review

Eine wirklich gelungene Zusammenstellung von Stücken diverser Szenegrößen wird heuer vom Label ZYX veröffentlicht. War bereits der erste Teil der Reihe mit Gruppen wie NIGHTWISH, AVANTASIA, THERION, KAMELOT, EDGUY oder FREEDOM CALL bestückt, so steht dem der zweite Teil der Compilation in nichts nach.

So eröffnen die fröhlichen HEAVENLY mit „Liberty“ das bunte und symphonische Treiben der nächsten 77 Minuten, dicht gefolgt von THEATRE OF TRAGEDY, die mit ihrer wunderschönen und zutiefst melancholischer Kultnummer „Tanz Der Schatten“ die Gothic-Fans aus der Gruft locken. Und wo wir schon mal bei Liv Kristine sind, treiben LEAVES EYES die dunkle Stimmung mit „Legend Land“ wieder aus. Tja, NIGHTWISH sagen dann einfach „Bye Bye Beautiful“ zur guten Liv und rocken ordentlich die Hütte. Darüber kann auch Tobias Sammet diesmal nicht wirklich lachen, aber mit AVANTASIAs „Lost In Space“ kann er locker den Pegel halten, da die Nummer auch einfach stark ist. Draußen im All kann es schon mal ziemlich finster werden und in der Finsternis warten auch schon CRADLE OF FILTH mit „Nymphetamine“ und bilden so eine Teil der (in manchen Ohren eher ehemaligen) Black-Metal-Vertretung. KRYPTERIA wollen dann mit „Sweet Revenge“ an den Engländern für so viel untruen Metal Rache nehmen, werden aber schnell von APOCALYPTICAs „No Education“ in die Schranken gewiesen. Und wer wirklich das Sagen hat, beweist die gute, alte (ähm, nicht falsch verstehen), liebe Doro Pesch unter dem DORO-Banner mit der akustischen Neuauflage von „I Rule The Ruins“. Die Finnen KATRA kommen da mit ihrer von Stromgitarren geladenen Mucke gerade recht und wissen sich mit „Swear“ zu behaupten. Keine schlechte Nummer, aber doch arg von den großen Kollegen NIGHTWISH abgeguckt. DARKWELL gehen dann eher auf die progressive Schiene los und bringen „Fate Prisoner“ ordentlich vertrackt rüber. HOLLENTHON erinnern etwas an alte THERION und kommen mit Amiga 500-Keyboardklängen daher. Ziemlich nervöse Nummer. Die Niederländer EPICA sind ja schon länger im Geschäft und haben ein Gespür für gute Songs. Mit ihrer Nummer „Menace Of Vanity“ haben sie einen Beitrag der gehobenen Klasse geleistet. Auch DELAIN punkten mit „The Gathering“ und lassen zumindest den Nacken wackeln und die Füße schwingen. Tolle Stimme. Und natürlich dürfen auch die Könige des symphonischen Black Metals nicht fehlen: DIMMU BORGIR eröffnen „Eradication Instincts Defined“ mit einer Symphonie, die auch aus Filmen wie „Ritter Lanzelot bläst zum Zapfenstreich“ oder „Gehöggelt durch die Schwafelrunde“ hätte stammen können. Aber mal Spaß beiseite, DIMMU BORGIR gehören mit dieser Nummer zu den Highlights der Zusammenstellung. Das Schlusslicht, was aber nichts schlechtes heißen soll, bilden MIDNATTSOL, die neben zwei sehr reizenden jungen Damen auch äußerst gute Mucke bieten. „Skogens Lengsel“ gehört auch wirklich zu den stärksten Stücken der Truppe und betört nicht nur durch den tollen Gesang von Frontdame Carmen Elise Espenæs.

Insgesamt also eine sehr Überzeugende Compilation, die an sich eigentlich keine Wünsche offen lässt. Klasse ist auch, dass so viele Hits vertreten sind und man durch die Auswahl ein Urteil fällen kann, und so vielleicht nicht jedes Album der Künstler kaufen muss.

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04.11.2008

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