Various Artists - Metal To Metal Vol. 1

Review

Mit „Metal To Metal Vol. 1“ liefert das junge Underground-Label Eyra Records aus Pliezhausen bei Stuttgart einen repräsentativen Überblick über ihre musikalische Ausrichtung. Siebzehn mir bislang völlig unbekannte Underground-Combos aus Deutschland und Österreich geben dort ihr Stelldichein und sind auch allesamt im Booklet mit Kontaktadresse und Bandfoto vertreten.
Stilistisch bewegt man sich überwiegend zwischen modernem Neo-Thrash, klassischem Death-Metal und jeder Menge Core-Anleihen. Vereinzelte Ausflüge in düsteren Black Metal oder melodischere Gefilde runden das Bild ab, für wen Metalcore aber im Allgemeinen ein rotes Tuch darstellt, der sollte wohl um diesen Sampler einen großen Bogen machen.

Natürlich schwankt die Qualität der Produktionen genauso stark wie die des jeweiligen Songwritings. Wer aber nach der ein oder anderen bislang unentdeckten Underground-Combo Ausschau hält, kommt hier voll auf seine Kosten und kann neben arg gewöhnlicher Durchschnittskost auch einige echte Schmankerl entdecken. Dazu zählen auf jeden Fall BLACK THOUGHTS BLEEDING, die mit der energetischen Metalcore-Hymne „Escape“ den munteren Reigen eröffnen dürfen.
Mit dem groovigen „Through My Eyes Again“ liefern auch die Reutlinger HATSTIK einen überzeugenden Song ab, die sich kurz vor Weihnachten mit einem Sieg beim „Balinger Bandcontest“ einen Auftritt auf dem nächstjährigen „Bang Your Head!!!“ erkämpfen konnten. Der ausdrucksstarke Gesang ist wiederum die Stärke von SOBER TRUTH, die mit „One By One“ einen fetten Thrash-Stampfer auf die Beine stellen.
Treibende Industrial-Beats fahren FRAMES OF MIND in „Mirror Of Truth“ auf und unterscheiden sich damit stilistisch recht deutlich von den anderen Bands auf diesem Sampler. Auch STONE DUST ENGINE tanzen aus der Reihe. Ihr „Schon Tot“ ist der einzig deutschsprachige Song auf dem Silberling, kommt ansonsten aber als wenig innovatives Nu-Metal-Stück daher.

Alles in allem zeigt sich auf „Metal To Metal Vol. 1“, dass es in der deutschen Underground-Szene noch einige Perlen zu entdeckten gibt. Vieles ist zwar noch nicht ganz ausgereift, dafür entschädigt jedoch die unverbrauchte Frische und Vielseitigkeit, die diese Bands an den Tag legen. Versehen mit einem schicken Artwork erhält man also einen schick verpackten und durchaus unterhaltsamen Einblick in die heimische Underground-Szene.

30.12.2008

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