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Various Artists - Split Yourself

Review

Coole Idee der Kollegen von www.carnagedeathmetal.de! Unter dem Titel „Split Yourself“ hat man nämlich fünf Brachial-Truppe aus den Tiefen des Undergrounds zusammengefasst, um diese in Form eines Samplers einer breiteren Masse präsentieren zu können.

Lohend scheint diese Vorgangsweise für alle Beteiligten, denn während sich die Bands die Aufnahmen und Herstellkosten aufteilen konnten, erhält der Hörer einen guten Überblick über das aktuellen Schaffen von fünf Brutal Death Metal-Bands–und das für ganze 8 € inklusive Porto!

Den Startschuss dürfen FETOCIDE geben, die man eventuell noch als DEFORMITY in Erinnerung hat. Brutal zwar im Ansatz, technisch aber überaus versiert, so mörteln diese Jungs durch ihre drei Songs. Bemerkenswert ist zudem der Umstand, dass beispielsweise „Blindfold“ trotz einer Spielzeit von über sechs Minuten keineswegs eindimensional brachial daher gebrettert kommt, sondern überaus abwechslungsreich und technisch ansprechend.

Noch ein wenig vertrackter, mitunter fast schon in Richtung Prog Death orientiert, klingen CEREBRIC TURMOIL. Diese mir bislang völlig unbekannte Truppe aus Berlin sollte durch ihr feinstrukturiertes Spiel, sowie unzählige Breaks und jazzige Einsprengsel die DEATH / ATHEIST / CYNIC-Anhänger ansprechen. Feine Sache, bitte mehr davon!

Eher auf die Lach- als auf die Nackenmuskeln dürften es JOHNSTON angesehen zu haben, wie schon der Titel „Jesus Stole My Tricycle“ verrät. Gelungen klingt auch das – hoffentlich nicht autobiographische- „Herpialkonstruktion“. Es muss ja nicht immer nur von Tod und Deibel gesungen werden, selbst wenn die „Hintergrundmusik“ perfekt dafür geeignet wäre.

Brutal Death in Reinkultur gibt es danach von VERY WICKED. Fettes Geballer und deftige Blasts kooperieren mit der abartig grunzgurgelnden Stimme. Zwar nicht unbedingt meine Baustelle, dem Groove kann man sich aber einfach nicht entziehen.

Zum Abschluss liefern dann TEARS OF DECAY den Beweis dafür, welch‘ essentielle Weisheit des allgemeinen Kunstverständnisses im antiken Rom man uns bislang unterschlagen hat: „Headbango Ergo Sum“ – noch Fragen? Wohl kaum, außer, dass ich mir immer schon sicher war, dass der alte Julius Caesar ein Rock’n’Roller gewesen sein muss!

Gelungene Idee, weitere Edition solcher Split-Veröffentlichungen dürfen gerne nachgereicht werden!

12.02.2012

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