Various Artists - Born Of Sand And Snow

Review

Das australische Label Blue Freya Media veröffentlicht die Compilation „Born Of Sand And Snow“, stellt sich damit der Allgemeinheit vor und verschafft den Metal-Fans einen Überblick über die Künstler im Roster. Man darf sich nicht wundern, wenn die Bandnamen einem nichts sagen. Zumeist veröffentlichten diese Formationen ihre Releases bislang in Eigenregie ohne Möglichkeiten eines großen Vertriebs. Es sind Künstler aus Australien vertreten, aber auch aus Amerika und Europa.

Der Gothic Metal nimmt bei dem Label einen nicht unerheblichen Anteil ein, und die Melbourner Band TEMUJIN, die den Reigen eröffnet, gehört gleich mal dazu. Mit DEMISE OF GIDEON aus New Mexico gibt es dann einen Ausflug in technische Death-Metal-Bereiche, bevor WHERE ANGELS FALL die Gothic-Marschroute wieder auffassen. Diese Truppe aus Norwegen kann bereits auf zwei veröffentlichte Alben zurückblicken und versteht mit der tiefgründig-sinnlichen Nummer „Indifferent“ zu überzeugen.
Die Erfahrung merkt man auch den Russen BLACKTHORN an, die irgendwo zwischen Gothic und Symphonic Black Metal eingruppiert werden können und mit dem Song „Necromance“ einen der stärksten Tracks der Compilation beisteuern. Hinter LARIN steht der Einzelkünstler George Larin aus Melbourne, dessen Musik wohl die Bezeichnung Groove Metal am ehesten gerecht wird. Der Song „World Of Pain“ erinnert mich ein wenig an 90er-Jahre PANTERA. Auch TREPIDANE aus Brisbane laufen unter Groove Metal, ihr Song „Take A Chance“ ist aber wesentlich gefälliger.
Auf bereits fünf Alben blickt die amerikanische Gothic-Metal-Band FATELESS TEARS zurück. Ihr „Stasis“ ist ebenso tiefgründig wie eingängig. Auf den ungewöhnlichen Namen VULVAGUN hört eine weitere Gruppe aus Melbourne, die seit etwas einem Jahr existiert und die man dem Progressive Power Metal zurechnen kann. Ihr „The Black Pyramid“ gehört mit zu den Highlights der Compilation. „Dark Redeemer“ von RICHARD J. BAYSINGER ist der einzige rein instrumentelle Track des Samplers und fröhnt dem atmosphärischen Progressive Rock.
Noch ohne ein Albumrelease sind die Gothic Metaler ANGELICAL TEARS aus Oklahoma, aber angesichts des gutklassigen „No More“ ist dies nur eine Frage der Zeit. Die only-Girls-Band FRANTIC AMBER aus Schweden spielt Melo Death. Der Gesang auf „Wrath Of Judgement ist gewöhnungsbedürftig, der Song an sich aber okay.
Da ION DRIVE klassischen Heavy Metal spielen, habe ich erstmal Iron Drive gelesen, bevor ich den Irrtum bemerkte. Mit „Death Without Glory“ erfreuen die ebenfalls aus Melbourne stammenden Austalier die Old-School-Anhänger. AMADEUS aus USA reichern ihren Melodic Death Metal mit interessanten epischen Elementen an, und zum Abschluss gibt es mit SAD ALICE SAID und deren emotional-besinnlicher Nummer „Open Your Eyes“ nochmal Gothic-Futter, diesmal aus der Ukraine.

„Born Of Sand And Snow“ ist eine gelungene Compilation und eine gute Visitenkarte des jungen australischen Labels. Es fällt mir auf, dass sich eine gleichbleibend solide Kompositionsqualität durch das gesamte Album zieht, ungeachtet des jeweiligen Genres. Es findet sich auf „Born Of Sand And Snow“ kein einziger schwacher Track. Diese teilweise recht unbekannten Bands haben ihren Labeldeal nicht ohne Grund bekommen. Man darf hier in der Zukunft auf interessante Releases gespannt sein. Mit dem Erwerb dieser Compilation erhält man schonmal einen umfassenden Überblick über die talentierten Bands unter dem Banner von Blue Freya Media.

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22.09.2011

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