Various Artists - Deathmetal.be Sampler 9

Review

Knapp drei Jahre ist es her, dass mich eine Ausgabe des „Face Your Underground“-Samplers aus Belgien erreicht hat. Damals, bei der sechsten Auflage, machten die Internetmagazine FaceYourUnderground.com und Deathmetal.be noch gemeinsame Sache. Heute, mittlerweile sind wir bei Sampler Nummer neun angelangt, wird uns das Sammelsurium belgischer (Death) Metal Bands nur noch von Deathmetal.be präsentiert, da sich das Magazin der Kollegen anscheinend zur Brutal-Death-Metal-Postille gewandelt hat, wohingegen sich der Sampler stilistisch immer mehr öffnet.

Dies lässt sich definitiv bestätigen. Gab es beim letzten Mal nur einige wenige Beiträge, die nicht voll und ganz dem Todessektor zuzurechnen waren, überrascht die Nummer neun mit einer Stilvielfalt, wie ich sie nicht erwartet hätte.
So enthält die Zusammenstellung Metal fast aller Spielarten: Von Black Metal, über Folk- und Progressive Metal, hin zu Grindcore und natürlich Death Metal bietet der „Deathmetal.be“-Sampler einen wirklich breiten Überblick über die belgische Metalszene.

Allerdings kann es die diesjährige Ausgabe zu keiner Zeit mit dem mir bekannten Vorgänger aufnehmen. Gab es damals echte Highlights wie BATTALION zu bewundern, muss ich heute leider feststellen, dass keine der teilnehmenden Bands über das (zum Teil gute) Mittelmaß hinaus kommt oder gar international konkurrenzfähig sein könnte (wie zum Beispiel die genannten BATTALION oder frühere Teilnehmer wie ENTHRONED, ABORTED oder LENG TCH’E).
Dies könnte eventuell daran liegen, da viele Bands ihre Beiträge extra für den Sampler aufgenommen haben und sich im Zuge dessen vielleicht die eine oder andere B-Ware auf die Platte geschmuggelt hat.
Die Gründe sind jedoch egal. Fakt ist, dass es keine der Bands schafft, mit ihrem Songwriting zu überzeugen, wobei die einen mehr schlecht als recht irgendwelchen aktuellen Trends hinterher hecheln und andere einfach nur schon tausendmal Gehörtes (recht uninspiriert) wiederkäuen.
Auch wenn es mir leid tut, da sich die Macher wahrscheinlich wieder sehr viel Mühe gegeben haben: Es gibt leider keinen einzigen Track, den ich empfehlen könnte. Langeweile soweit das Auge reicht!

Alles in allem ist der „Deathmetal.be-Sampler 9“ also eine relativ traurige Angelegenheit, bei der nur sehr wenige Bands, wie z.B. CORPSE MUTILATION mit ihrem (wer hätte das gedacht) an CANNIBAL CORPSE angelehnten Sound oder SHADES OF GREY, deren Sänger es aber schafft, den besten ersten Eindruck der Platte in Sekundenbruchteilen zu zerstören, annähernd überzeugen können.
Aber zum Glück gibt es ja noch ein Licht am Horizont: Die nächste Ausgabe, mit der man es nur besser machen kann, erscheint schon im Sommer 2011.

04.01.2011

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