Various Artists - Resident Evil OST

Review

Mit „Resident Evil“ (wer kennt es nicht von Sony oder der Playstation!) kommt am 21. März mal wieder eine Computerspieladaption in die Kinos. Wie es scheint, ist es in letzter Zeit zum Trend geworden, Horror- oder Actionspiele mit harter Musik zu unterlegen. So verwundert es nicht, dass auch zu diesem cineastischen Vergnügen (schaun wir mal!) ein Schwermetall-kompatibler Soundtrack aus dem Boden gestampft wurde. Die daran teilnehmenden Bands kann man getrost als die führende Elite des modernen Metals betrachten. Genau aus diesem Grund ist das Resultat in meinen Augen auch etwas enttäuschend ausgefallen. Viele der Songs werden als „bisher unveröffentlicht“ angepriesen, was bei klangvollen Namen wie Slipknot, Fear Factory, Coal Chamber oder Rammstein eine gewisse Erwartungshaltung weckt. Diese wird aber auf keinen Fall 100%ig erfüllt. Hört man sich die Remixe von Slipknots „My Plague“ oder Fear Factorys „Invisible Wounds“ an, fallen einem keine wirklich großen Veränderungen zum Original auf. Hinzu kommen belanglose Neubearbeitungen von Crystal Methods „Name Of The Game“, Mudvaynes „Dig“ und Method Mans eher für die Hip-Hop-Fraktion interessantem „Relase Yo Delf“, die einen beileibe nicht vom Hocker hauen können. Aber zum Glück gibt es auch gelungene Neueinspielungen, allen voran Marilyn Mansons „Fight Song“, dem Slipknot-Drummer Joey Jordison eine unheimliche Power eingehaucht hat, und der Beitrag von Depeche Mode (das Stooges-Cover „Dirt“), das aufgrund seiner herrlich düsteren, beklemmenden Stimmung zu überzeugen weiß. Hinzu kommt noch der gute Remix von Ill Ninos „What Comes Around“, der mit einigen Loops und ruhigeren Parts angereichert worden ist, jedoch nicht an das Original heranreicht. Desweitern sind noch Bands wie Coal Chamber (waren auch schon besser), Adema (hoffnungslose Korn-Kopie) und Saliva (durchschnittlicher Rock/Alternative/New Metal) vertreten. Kommen wir nun zu den absoluten Highlights dieses Albums, die den Kauf dieses Silberlings vertretbar machen. Richtig schön aggressiv und brutal rocken Static-X mit „Anything But This“ aus den Boxen und zeigen, wer der ungekrönte Herrscher im harten Techno-Metal ist. Gewohnt gut schießen uns Rammstein ihr von der „Links 2-3-4“-Maxi bekanntes „Halleluja“ um die Ohren, das keinen Fan der Band enttäuschen dürfte. Mit Five Point O ist auch noch ein vielversprechender Newcomer mit an Bord, der mit seinem von atmosphärischem, abwechslungsreichen Gesang getragenen Düsterrock Lust auf mehr macht. Abgerundet wird das ganze Teil dann noch von vier Tracks aus dem Original Score des Films aus der Feder Marilyn Mansons, die schön mechanisch und Industrial-lastig ausgefallen sind. Ob der Soundtrack von „Resident Evil“ aber für New Metal-Anhänger unverzichtbar ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin ein wenig enttäuscht.

14.03.2002

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1 Kommentar zu Various Artists - Resident Evil OST

  1. michi sagt:

    Irgendwie eine sehr symphatische Rezession, wie ich finde! Woran dass wohl liegt? Mehr sag ich nicht…

    8/10